18,99 € – 1.FC Köln 0:2

April 12th, 2010 von Rolex

Dank des drakonischen Urteils des weisen DFB-Strafgerichtshofes zu Frankfurt, welches dem 1.FC Köln den Verkauf von Karten für den Gästeblock in der Arena der traditionsreichen TSG untersagte, reisten wir so zivil wie irgend möglich in zwei restlos ausgelasteten Kleinwagen gen Kraichgau. Mit an Bord waren Eintrittskarten im Gegenwert eines dritten Kleinwagens, aber wie sich noch herausstellen sollte, konnten die finanziellen Strapazen gar nicht zu groß sein. Nachdem das Stadion diskret infiltriert wurde, zeichnete sich relativ schnell ab, dass auch weitere Abordnungen aus der schönsten Stadt Deutschlands die Bereiche neben dem leerstehenden Gästeblock zu ihrem adäquaten Aufenthaltsort erklärt hatten. Dank des deeskalierenden (oder planlosen?) Handelns seitens der Ordner konnten sich so zwei Gästeblöcke, angefüllt mit entschlossenen und sangesfreudigen jungen Menschen, bilden, welche, bedingt durch die genretypische Zurückhaltung der Projektkunden, bald mit einer charmanten Mischung aus geistreichem Gepöbel, zielsicheren Provokationen und den beliebtesten Evergreens aus den guten alten Fußballtagen, ungehindert das Stadion beschallen durften. Dem DFB soll an dieser Stelle noch einmal herzlich für die stimmungstechnische Meisterleistung gedankt werden. Das eigentliche Spiel war zwar der Bundesliga nicht würdig, aber dank zweier Matuschyk-Treffern wurde es ein Leichtes, das europapokalreife Niveau auf den Rängen bis zum Schluss zu halten. Leider durften wir auf dem Rückweg noch einen kurzen Abstecher ins beschauliche Rüsselsheim – welches übrigens Touristen aus Jena-Lobeda an dieser Stelle ans Herz gelegt wird, sollten diese einmal an Heimweh leiden – einbauen, da es noch eine Kopfverletzung durch Fachpersonal zu versorgen galt. Diese wurde allerdings nicht durch traditionelle Fußballgewalt verursacht, sondern durch eine hinterhältige Fallstudie der Heckklappe eines ungeliebten Fiat Pandas. Möge er dafür bis ans Ende aller Zeiten in der Autohölle schmoren. Unterm Strich bleibt aber, dass die Auswärtsreise nach Achtzehnneunundneunzig die mit Abstand stimmungsvollste und unterhaltsamste der gesamten Saison war. Bremen und Nürnberg werden sich ordentlich ins Zeug legen müssen, um da auch nur ansatzweise mitzuhalten. Bleibt nur noch, beste Genesungswünsche gen Nippes zu richten. Kopfverletzte immer mit uns!

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Hysterie macht Auflage

April 1st, 2010 von Äxel

von Hermann Kuttenkeuler

Es gibt Gewalt beim Fußball. Das soll gar nicht bestritten oder verharmlost werden. Aber wann war es anders? In den 50er Jahren vielleicht, das mag sein. Damals war man wahrscheinlich so mit Wirtschaftswundern beschäftigt, dass keiner mehr am Wochenende die Fäuste hochbekommen hat. Aber bereits in der darauf folgenden Dekade gab es Fan-Ausschreitungen, lange bevor hierzulande irgendjemand mit dem Begriff Hooligan umzugehen gewusst hätte. Und von den 70ern bis Mitte der 90er Jahre sah sich der Sport mit einem Problem konfrontiert, das alles, was heute im Rahmen von Fußballspielen passiert, in den Schatten stellt.

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Es gibt Neuigkeiten…

März 31st, 2010 von Äxel

Die neue Homepage ist tatsächlich mal wieder in Arbeit!

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